Der Lebenslauf des Boxers Samson-Körner

Erzählt von ihm selber, aufgeschrieben von Bertolt Brecht
Mo 19.11.
19:30 Uhr
Sa 08.12.
20:00 Uhr
Mi 12.12.
20:00 Uhr
Do 13.12.
20:00 Uhr
Di 01.01.
20:00 Uhr
Kleines Haus
1 Std
Keine Pause
#BEsamsonkoerner

Obwohl Brechts Liebe zum Sport plato­nisch war, schätzte er den Boxsport sehr. 1924 lernte Brecht den amtierenden Boxmeister im Halbschwer- und Schwergewicht Paul Samson-­Körner kennen. Brecht hielt ihn für einen "bedeutsamen Typus" und ließ sich die Geschichte seiner Jugend erzählen: Das Leben eines Ausreißers und Taugenichts, der zur See fuhr, der sich treiben ließ und schließlich zum Boxsport fand. Nicht die Siege und Triumphe, sondern vielmehr die kleinen Niederlagen und alltäglichen Demütigungen waren es, die ihn erkennen ließen, dass wir möglicherweise nicht nur für das verantwortlich sind, was wir selbst tun, sondern auch für das, was uns angetan wird.

"Ich halte allerhand von der Wirklichkeit. Allerdings sind solche Wirklichkeiten wie Samson-­Körner an den Fingern herzuzählen: Glücksfälle. Denn das Erste, was da sein muss, damit ein richtiger Boxer zustande kommt, ist das Herz." – diese Erkenntnis ist das Faszinierende an dem Lebenslauf des Boxers Samson-­Körner und wird erst durch die Form des Biografie­-Interviews und die schriftstellerische Bearbeitung durch Brecht und Hauptmann sichtbar.

Dennis Krauß, geboren 1991 in Berlin, studierte an der Hochschule für Musik "Hanns Eisler" Berlin Regie. Seit 2012 folgten freie Schauspiel­ und Musiktheaterarbeiten unter anderem am Heimathafen Neukölln und beim 100 Grad Festival. Von 2014 bis 2017 arbeitet er als Regieassistent am Schauspiel Frankfurt u.a. mit Kay Voges, Falk Richter, Ulrich Rasche und Michael Thalheimer und inszeniert in der BOX des Schauspiel Frankfurt Albert Camus’ "Caligula". "Das Leben des Boxers Samson-Körner" ist seine erste Regiearbeit am Berliner Ensemble.

 

Besetzung & Regieteam

als Paul Samson-Körner
 

Gazettengeraune

3 Pressestimmen

"Wer diesen kurzweiligen, starken Abend gesehen hat, der versteht, was Brecht an Samson-Körner mochte."

Berliner Morgenpost

"Diese inszenatorische Zurückhaltung, die völlige Konzentration auf den Ausnahmedarsteller Oliver Kraushaar und auf eine exakte Sprachregie trifft genau den Punkt. Kraushaar findet scheinbar mühelos den richtigen Ton. Die Schnoddrigkeit des Boxers, der ohne Wehleidigkeit von schwierigsten Begebenheiten erzählt, kommt überzeugend rüber. Die Tempowechsel, die wohl überlegten Pausen, das genaue Erinnern und überstürzte Rausrotzen des Textes zeigen großes schauspielerisches Können."

Junge Welt

"Wir sitzen im Berliner Ensemble und sehen und hören dem beeindruckenden Schauspieler Oliver Kraushaar zu, wie er als Samson-Körner vor einem Papiermond steht und eine atemlos intensive Stunde lang erzählt, wie er zum Boxer wurde."

Berliner Zeitung

Ermöglicht durch die