Die Netzwelt

Von Jennifer Haley
Aus dem amerikanischen Englisch von Michael Duszat
Fr 07.10.
20:00 Uhr
Sa 08.10.
20:00 Uhr
So 09.10.
19:00 Uhr
  • with English surtitles
Sa 22.10.
20:00 Uhr
  • Anschl. Publikumsgespräch mit Max Lindemann
So 23.10.
19:00 Uhr
  • with English surtitles
Neues Haus
1 Std 20 Min
Premiere
#BEnetzwelt

Um der völligen Enthemmung im Internet entgegenzuwirken, ermittelt eine Netzwelt-Behörde in besonders fragwürdigen Fällen, um die immer weiter verschwimmenden Grenzen zwischen Virtualität und Realität zu durchleuchten. Denn: Immer mehr Menschen ziehen sich in die sogenannte "Netzwelt" zurück und lassen ihr weltliches Leben hinter sich. Hier können sie sich unzensiert und jenseits aller juristischer und moralischer Gesetze ausleben, während die "wirkliche" Welt um sie herum immer komplizierter zu werden scheint und mit immer neuen Regeln aufwartet. Kurz: hier können sie frei sein. Bei den Ermittlungen stößt Kommissarin Morris dabei auf eine Domain, auf der man virtuell pädophile Neigungen ausleben kann. Eine Grenzüberschreitung? Schließlich ist doch nichts geschehen: Es sind doch nur Bilder, nur Gefühle – und die sind nicht real. Oder doch? Was ist schon Realität? Hat unser Handeln nur da Konsequenzen, wo uns die Welt physisch berührt? Gilt Moral nur da, wo sie sich materiell auswirkt? Was bedeutet die technologische Erweiterung der Welt und des Menschen für unser Leben? Was für unsere Freiheit?

In ihrem Kriminaldrama "Die Netzwelt" (2013) verhandelt die US-Autorin JENNIFER HALEY die Fragen nach den moralischen Dilemmata, vor die uns die Technisierung unseres Alltags stellt. Für das Stück wurde sie mit dem The Susan Smith Blackburn Preis ausgezeichnet.

Besetzung & Regieteam

als Sims / Papa
als Doyle
als Woodnut
 

Pressestimmen

2 Pressestimmen

"Regisseur Max Lindemann, Jahrgang 1989, konzentriert sich in seiner Inszenierung auf den argumentativen Schlagabtausch – und das Ensemble liefert ab. Allen voran Nico Holonics als schlauer, leicht schmieriger Mr. Sims im Psycho-Duell mit Kathrin Wehlisch als tough wirkende Ermittlerin mit brüchiger Fassade."

Berliner Morgenpost

"Die moralischen Dilemmata der Technisierung unseres Alltags – ein sehr aktuelles Stück."

Kulturnews