Worin findet Gewalt ihren Ursprung?

Wie entsteht Gewalt? Ist sie dem Menschen eingeschrieben – oder das Ergebnis von Verhältnissen? Gibt es legitime Gewalt? Ist sie das Gegenteil von Frieden, oder seine Voraussetzung? Wann wird aus Wut Gewalt? Aus Überzeugung Terror? Welche Rolle spielt Politik? Und was sagt es über eine Gesellschaft aus, wenn politische Gewalt in ihr zur Normalität wird? Diese und weitere Fragen stellte Michel Friedman seinem Gast Andreas Zick am 8. Juni 2026 im Berliner Ensemble, hier finden Sie den Podcast zur Veranstaltung. 

Michel Friedman und Andreas Zick | 10.06.26
Bertolt-Brecht-Platz 1
10117 Berlin
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Theaterkasse

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Der reguläre Vorverkauf für alle Vorstellungen vom 8. Juni bis 12. Juli läuft! Unsere Theaterkasse hat montags bis samstags von 10.00 Uhr bis 18.30 Uhr für Sie geöffnet.

Michel Friedmann und Andreas Zick sprechen in dieser Ausgabe über die Entstehung, Bedeutung und die gesellschaftlichen Folgen von Gewalt. Im Zentrum des Gesprächs steht die Frage, wie Gewalt entsteht, in welchem Verhältnis sie zu Frieden steht und welche Verantwortung Politik im Umgang mit Gewalt trägt. Dabei wird auch diskutiert, was es für eine Gesellschaft bedeutet, wenn politische Gewalt zunehmend normalisiert wird.


Die Diskussion verdeutlicht die Kluft zwischen dem demokratischen Selbstverständnis Deutschlands und der
gesellschaftlichen Realität. Obwohl nach den Erfahrungen des Nationalsozialismus ein starkes „Nie wieder“ formuliert wurde, bestehen menschenfeindliche Einstellungen, Antisemitismus und rechtsextreme Gewalt weiterhin fort. Gleichzeitig schwindet die Erinnerungskultur, gerade bei jungen Menschen, wodurch viele weniger Berührungspunkte mit der historischen Verantwortung Deutschlands haben und nicht ausreichend sensibilisiert sind. Die Auseinanderse

tzung mit allen Formen von Gewalt sei schwierig und vielfach tabuisiert, obwohl sie zentral ist.
Ein weiterer Schwerpunkt liegt auf der Frage nach Zivilcourage und gesellschaftlicher Verantwortung. Zick und Friedman sprechen darüber, warum Menschen oft nicht eingreifen, wenn sie Gewalt beobachten und verweisen auf Faktoren wie Verantwortungsdiffusion, mangelnde Empathie und die zunehmende Gewöhnung an Gewalt. Zudem kritisieren sie, dass soziale Medien und politische Akteure durch spaltende Rhetorik Vorurteile fördern und gesellschaftliche Spannungen verstärken können.