Eine Skulptur für Helene Weigel

Anlässlich ihres 125. Geburtstags ehrt der Freundeskreis des Berliner Ensembles Helene Weigel (1900–1971) mit einer neu geschaffenen Skulptur im Helene-Weigel-Hof. Die Arbeit würdigt eine der bedeutendsten Schauspielerinnen des 20. Jahrhunderts und die erste Intendantin des Berliner Ensembles.

Am 10. Mai 2026 wurde die Skulptur feierlich enthüllt - als sichtbares Zeichen der Erinnerung und als bleibende Hommage an ihr Wirken und ihre prägende Bedeutung für das Theater. Realisiert wurde das Projekt im Rahmen der erfolgreichen Spendenkampagne "Eine Skulptur für Helene Weigel" des Freundeskreises des Berliner Ensembles. Entstanden ist das Werk in Zusammenarbeit mit der Bildhauerklasse von Professorin Monica Bonvicini an der Universität der Künste Berlin.

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Dank an unsere Unterstützer:innen

Über 400 Unterstützer:innen haben mit ihren Spenden die Realisierung dieser Skulptur ermöglicht und das Ziel wurde sogar über eine Woche vor Kampagnenende erreicht. Dafür sagt der Freundeskreis des Berliner Ensembles allen Spender:innen von Herzen Danke! Ohne diese großartige Unterstützung wäre dieses Projekt nicht möglich gewesen. 

Die Skulptur entstand in enger Zusammenarbeit mit der Bildhauerklasse von Professorin Monica Bonvicini an der Universität der Künste Berlin. Weitere Informationen zur Entstehung der Skulptur finden Sie unten.

Das Werk "Für Helene Weigel"


"Was könnte eine bessere Art sein, Helene Weigel zu würdigen, eine Frau mit vielfältigen Talenten, die das Berliner Ensemble gegründet und zu einem bedeutenden Theater gemacht hat, als diese Aufgabe einer Gruppe junger Künstlerinnen und Künstler zu übertragen, die im gemeinsamen Arbeiten ihre eigene künstlerische Stimme finden und ihre Ideen in dieser Skulptur kollektiv zum Ausdruck bringen?" - Monica Bonvicini

 

Die Studierenden des Projekts nähern sich Helene Weigel nicht als historischer Figur, sondern als einer zentralen, bis heute relevanten Persönlichkeit. Als Frau, die in einem Umfeld arbeitete, in dem weibliche Leistungen oft übersehen oder nicht ausreichend gewürdigt wurden, steht sie für eine prägende Form von Stärke. Ihre Geschichte erinnert daran, wie viele Perspektiven in kulturellen Narrativen fehlen und wie notwendig es ist, diese bewusst zu erweitern.

In einer Gruppe mit unterschiedlichen Hintergründen und künstlerischen Ansätzen war das kollektive Aushandeln einer gemeinsamen Form zentraler Teil der Arbeit. Die resultierende Skulptur ist kein Ergebnis einer Einzelidee, sondern ein Geflecht aus Perspektiven, die gemeinsam eine neue Sprache bilden.

Ein Stuhl, angelehnt an einen Entwurf Weigels, erinnert an ihre Rolle als Intendantin – umgeben von weiteren Stühlen aus dem Innenhof des Berliner Ensembles. Die Anordnung verweist auf ihr kollektives Denken: Sie ist Teil der Gemeinschaft, nicht über ihr. Weitere Objekte, wie persönliche Gegenstände, verweisen auf Weigel als Mensch und als herausragende Schauspielerin. Ihr Porträt, auf Glas aufgetragen, macht sie als Person sichtbar, und nimmt sich zugleich in der Materialität zurück. Zitate historischer Tonaufnahmen machen ihre Stimme unmittelbar erfahrbar und setzt sie erneut in Beziehung zu einem Ort, einem Ensemble und seinem Publikum.

Die Arbeit verzichtet bewusst auf das klassische Denkmal und sucht stattdessen eine Form, die Weigels eigener Haltung entspricht: gemeinschaftlich, zugänglich und nahbar.

An der Konzeption der Skulptur waren u.a. beteiligt: Aaron Bircher, Aurora Carlucci, Seunghyun Choi, Billie Clarken, Pia Li Grau, Hani Hape, Jonathan Joosten, Bailey Keogh, Xuvy Le, Marzia Mazzone, Benedikt Mühlenthaler, Melíi Nebas, Sonnhild Schietzel, Yusser Sebihi.
Mit besonderem Dank an Miriam Döring für die Projektkoordination.

Des Weiteren gilt ein Dank:
ullstein bild & Harry Croner für die Einräumung der Nutzungsrechte an der Porträt-Fotografie Helene Weigels,
dem Bertolt-Brecht-Archiv (Akademie der Künste Berlin) sowie den Rechtsnachfolger:innen von Bertolt Brecht und Werner Hecht für die Nutzungsgenehmigung der Tonspuren eines Interviews zwischen Helene Weigel und Werner Hecht (1969), der Hertzer GmbH für die produktionstechnische Begleitung, und dem Studio Monica Bonvicini für die vielfältige Unterstützung des Projekts.

Stimmen

Ein Denkmal für diese kluge Frau unterstütze ich gerne!Anonym

Ich freue mich über die Würdigung des Berliner Ensembles von Helene Weigel.Annette O.

Freue mich, wenn ich für die Erinnerung etwas beitragen kann!Lothar D.

So wichtig – so richtig!Ulrich N.

Eine überragende FrauFrauke M.

… voller Vorfreude!Helmut J.

Einfach notwendig.Michael L.

Entstehung und Kontext

 

Die Skulptur entstand im Wintersemester 2024/25 in Kooperation mit der Bildhauerklasse von Professorin Monica Bonvicini an der Universität der Künste Berlin. Im Zentrum stand eine intensive Auseinandersetzung mit Helene Weigel als Wegbereiterin und Pionierin des deutschen Theaters.

Ziel war die Entwicklung einer künstlerischen Form, die Material, Raum und Klang verbindet und Weigels Haltung in eine offene, öffentliche Skulptur übersetzt, die zur Wahrnehmung, Interaktion und Reflexion einlädt.

 

Zum 125. Geburtstag von Helene Weigel initiierte der Freundeskreis des Berliner Ensembles eine Spendenkampagne zur Realisierung der Skulptur. Über 400 Unterstützer:innen beteiligten sich und ermöglichten so die Umsetzung des Projekts. Der Freundeskreis des Berliner Ensembles dankt allen Unterstützer:innen herzlich für ihre Beiträge, die die Umsetzung entscheidend ermöglicht haben. 

 

Seit vielen Jahren erinnert der Freundeskreis des Berliner Ensembles an Helene Weigel als Mitgründerin des Hauses gemeinsam mit Bertolt Brecht sowie als prägende Intendantin und Schauspielerin. Ausdruck dieser kontinuierlichen Würdigung sind unter anderem der Helene-Weigel-Theaterpreis (seit 2021/22) sowie die Benennung des Innenhofs in Helene-Weigel-Hof (2025). Mit der Skulptur "Für Helene Weigel" wird diese Erinnerung nun auch am Schiffbauerdamm sichtbar erweitert.

 

Helene Weigel leitete das Berliner Ensemble von 1954 bis 1971. Gemeinsam mit Bertolt Brecht hatte sie das Theater 1949 gegründet; 1954 zog das Ensemble in das Theater am Schiffbauerdamm ein. Als Schauspielerin gehörte sie zu den bedeutendsten Künstlerinnen ihrer Generation und spielte unter anderem mehr als 500 Mal die Titelrolle in Brechts „Mutter Courage und ihre Kinder“.

 

Theater möglich machen

Das Berliner Ensemble, benannt nach Bertolt Brechts und Helene Weigels weltberühmter Kompanie, hat Theatergeschichte geschrieben. Der Freundeskreis unterstützt das Haus, das sich insbesondere mit aktuellen gesellschaftlichen Fragen und den großen Themen unserer Zeit auseinandersetzt.
Als Mitglied des Freundeskreises sind Sie Teil des Berliner Ensembles und erleben es hautnah – vor, auf und hinter der Bühne. Wir laden Sie zu exklusiven Probenbesuchen, Hintergrundgesprächen, Empfängen und Backstage-Führungen ein. Ihre Tickets können Sie exklusiv im vorgezogenen Vorverkauf buchen – auch für Premieren!

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