Macbeth

von Heiner Müller nach Shakespeare
Do 29.11.
19:30 Uhr
Ausverkauft
  • anschließend Premierenfeier im Großen Salon
Fr 30.11.
19:30 Uhr
Ausverkauft
Mo 03.12.
19:30 Uhr
Do 06.12.
19:30 Uhr
Mi 26.12.
19:30 Uhr
  • with English surtitles
Großes Haus
Premiere
#BEmacbeth

"Macbeth" gehört zu den berühmtesten Dramen des William Shakespeares. Heiner Müllers Übersetzung ist viel mehr als nur eine Überarbeitung. Sie  ist ein originäres Drama über die Dialektik der Macht.

Nach der Flut grausamer Diktatoren, die das 20. Jahrhundert hervorgebracht hat, rückt neben Hamlet auch Macbeth in die Reihe der archetypischen Figuren. Sein Machtwille wird so lange angestachelt, bis er eine Position erreicht hat, die er nicht mehr ausfüllen kann. Seine Angst bekämpft er mit immer grö­ßerer Gewalt und seine Herrschaft kann er nur noch in sadistischen Befehlen genießen. Die politische Lage in "Macbeth" gleicht einer trüben Sumpflandschaft, in der jede Handlung erstirbt.

Bei der Uraufführung 1972 in der DDR musste sich Heiner Müller den Vorwurf des Nihilismus gefallen lassen. Heute muss man feststellen, dass es sich um das realistische Bild einer Welt handelt, in der die Mächtigen ihr wichtigstes Ziel darin sehen, ihre Macht zu  erhalten. Shakespeares Fabel zeigt in Heiner Müllers Fassung, wie Geschichte zum utopielosen Raum wird, wenn die Zukunft schon im Moment des Handelns abstirbt. Eine Ge­sellschaft, die nur noch ihren Status Quo bewahren will, erstarrt in Angst vor sich selbst und gebiert Grausamkeit statt Hoffnung.

Michael Thalheimer setzt als Hausregisseur mit dieser Inszenierung seine Beschäftigung mit Shakespeare und Heiner Müller fort.

 

Besetzung & Regieteam

als Macbeth
als Lady Macbeth
als Banquo
als Malcolm, Pförtner, Hexe
als Duncan, Macduff, Hexe
als Hexe, Mörder

Medienpartner