Amir

von Mario Salazar

Etwas Geduld

Weitere Termine folgen bald.

Kleines Haus
#BEamir

Eine palästinensische Familie flieht nach Berlin. Ihre Anwesenheit wird vom deutschen Staat geduldet, jedoch bei jedem Behördengang infrage gestellt. Die Brüder Mohamed, Amir und Abdul wollen sich mit dem für sie bestimmten Migrantenleben am Existenzminimum nicht abfinden. Krumme Geschäfte für arabische Clans versprechen das große Geld und abenteuerliche Abwechslung, bringen die drei Jungs jedoch immer wieder in Konflikt mit dem Gesetz. Als sich Amir in Hannah verliebt, beschließt er, sein Leben zu verändern und träumt von einer geordneten Existenz, einer eigenen Wohnung – vielleicht sogar im Prenzlauer Berg! „Amir“ porträtiert das zerrissene Selbst dreier junger Neuköllner zwischen totaler Verweigerung und verzweifeltem Anpassungswunsch, zwischen Zugehörigkeitskrise der Bindestrichidentitäten, Ausbruchphantasien und der Hoffnung auf ein besseres Leben.

Nicole Oder gehört seit 2007 zur künstlerischen Leitung des Heimathafen Neukölln und hat sich mit einem modernem Volkstheater, das Geschichten von der Gegenwart in Deutschland erzählt, einen Namen gemacht. 2009 inszenierte sie Güner Balcis Doku-Roman "Arabboy" als den ersten Teil einer Neukölln-Trilogie. Mit dem dritten Teil "ArabQueen" wurde sie 2011 zum Münchner Festival Radikal Jung eingeladen. 2016 wurde ihre Arbeit am Heimathafen Neukölln mit dem Theaterpreis der Bundesregierung ausgezeichnet. Mario Salazar studierte Lateinamerikanistik, Politikwissenschaft und Nordamerikastudien an der Freien Universität Berlin und der Universidad de Chile. 2011 debütierte er als Dramatiker mit seinem Stück "Heimat". Etliche Uraufführungen u.a. am Schauspiel Köln und dem Theater Bielefeld folgten. "Amir" entstand als Auftragswerk im Autoren-Programm für das Berliner Ensemble.

Besetzung & Regieteam