Der Diener zweier Herren

nach Carlo Goldoni
In einer englischen Bearbeitung von Antú Romero Nunes
Bertolt-Brecht-Platz 1
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Beatrice reist als Mann verkleidet nach Venedig, um ihren Geliebten Florindo zu suchen. Ihr Diener Truffaldino tritt – ein Zufall will es – auch in Florindos Dienste. Rasch verstrickt sich Truffaldino in allerlei Schwierigkeiten und gerät so von einer zu Beginn schlicht schlechten Ausgangsituation (Hunger!) in immer kompliziertere Verwicklungen. Goldonis Anliegen war es, mit dem "Diener zweier Herren" ein Stück guter Unterhaltung zu bieten, dessen Kern keinerlei moralische Botschaft enthält, stattdessen jedoch reichlich komödiantischen Zündstoff. Regisseur Antú Romero Nunes spitzt Goldonis komödiantische Grundanordnung weiter zu, indem er den "Diener zweier Herren" mit einem rein weiblichen Ensemble besetzt und damit weiter Verwechslungen und Doppelbödigkeiten herausfordert.

Original Englisch mit deutschen Übertiteln.

DER DIENER ZWEIER HERREN

NACH CARLO GOLDONI
In einer englischen Bearbeitung von Antú Romero Nunes

INVISIBLE AGAIN.

Carlo Goldoni wollte mit dem Diener zweier Herren ein Stück gute Unterhaltung bieten und diese Idee war auch ein zentraler Ausgangspunkt der Inszenierung, die Regisseur Antú Romero Nunes während der Proben am Berliner Ensemble für und mit dem Ensemble der Darstellerinnen entwickelt hat. Ausgehend von den Masken und Klischees der Commedia del arte, der Figurenkonstellation im Diener zweier Herren und der großartigen Komödienkonstruktion von Carlo Goldoni, begibt sich der Abend auf die Suche nach Fragen von Gemeinschaft, Zugehörigkeit und Heimat und tut dies im leichten Gewand eines Western Noir. Der Diener – bei Antú Romero Nunes The Servant – ist kindlich naiv, eine Figur wie direkt einem Märchenbuch entsprungen. Auf der Reise durch die Erzählung trifft The Servant auf eine eingeschworene Gemeinde grobschlächtiger Typen, die allem Fremden skeptisch gegenüberstehen. Selbst als The Servant muss frau/man sich hier beweisen. Darum bemüht, allen zu gefallen, alles richtig zu machen und dabei aber auch noch halbwegs anständig zu überleben (angetrieben von existentiellem Hunger), verstrickt sich The Servant in ein immer undurchdringlicheres Netz von Lügen und Tricksereien und bleibt dennoch fremd in einer Welt, die nur ihresgleichen kennt und toleriert. The Servant findet keinen Zugang zu dieser Gesellschaft, deren Sprache und Rituale ihr/ihm fremd sind. Der einzige Weg akzeptiert zu werden, scheint die Selbstaufgabe: Anpassung, Opferbereitschaft, maximale Integration als Preis für ein neues, vielleicht besseres Leben. Welcome to the Quietlands.
Clara Topic-Matutin

Original Englisch mit deutschen Übertiteln

Trailer

Pressestimmen

"Nunes vertraut auf die pure Spielfreude und treibt die guten alten Theatertricks einer rasanten Verwechslungs- und Verkleidungskomödie mit großartigen Schauspielerinnen in Umlaufbahnen, in denen die formvollendete Schmiere zu höherer Kunst wird."Süddeutsche Zeitung

"Eine faszinierende Inszenierung, sehr sehr witzig und trotzdem vielschichtig."RBBkultur

"Ein unmissverständliches Bekenntnis zur Komödie, zur Unterhaltung und auch zum Schauspielerinnentheater!"Deutschlandfunk Kultur

"Der Abend wird durch die Inszenierung und die tollen Schauspieler zu einer grellen Groteske, zu einem Schauspielertheater-Fest."Die Welt

"Ein herrlicher Spaß: Antú Romero Nunes macht am Berliner Ensemble aus Goldonis 'Diener zweier Herren' eine schräge Westernschnurre."Berliner Morgenpost

"Antú Romero Nunes hat die Goldoni-Komödie in den Wilden Westen verlegt und ausschließlich Frauen besetzt. Das hat Sinn und ist sehr lustig."Berliner Zeitung

"Alle fünf Frauen haben einen Heidenspaß daran, überwiegend doofe Macho-Sprüche klopfende Wild-West-Zombies, im Herzen Weicheier, vorzuführen und obendrein Verwirrspiel-gemäß die Rollen zu wechseln. Den Vogel schießt Constanze Becker ab als Cowboy mit auffallender Beule in der Lederhose und knarzender Sprache."RBB Inforadio

"Diese Inszenierung ist eine Verneigung vor den großartigen Schauspielerinnen, die wir zur Zeit auf den Berliner Bühnen sehen können."RadioEins

"Es ist großartig, wie hier Geschlechterrollen aufgespießt und in Frage gestellt werden, wie mit Leichtigkeit schwere Themen - Fremde, Heimatlosigkeit, Übergriffigkeit - verhandelt werden, wie dabei die Geschichte im Kern erhalten und doch ganz anders erzählt wird."NDR

"Carlo Goldoni’s 18th-century commedia dell’arte gets an all-female reboot in this hilarious spectacle from dynamo director Antú Romero Nunes. Entertainment is front and centre in this adaptation: in the costumes, the cast, the lighting, the music, even in the surtitles."Exberliner

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