Evening at the Talk House

von Wallace Shawn
Aus dem Englischen von Ulrike Syha
Mi 25.10.
20:00 Uhr
Sa 25.11.
20:00 Uhr
So 26.11.
20:00 Uhr
Kleines Haus
1 Std 30 Min
Keine Pause
#BEtalkhouse

Früher war alles besser? Bestimmt. Denn mittlerweile hat ein dubioser Politiker die Wahlen gewonnen und für die allgemeine Sicherheit ein Beseitigungsprogramm eingerichtet, mit dem sich die Bürger selbst beschützen: Targetting, was so viel heißt wie "gezieltes Töten". Nach strengen Kriterien wird festgelegt, wer zu einer Gefährdung für die Demokratie werden könnte: Potentielle Terroristen und "Verlierer", die keinen "Mehrwert" für die Gesellschaft darstellen, laufen in Gefahr, von den eigenen Mitbürgern aus dem Weg geschafft zu werden. Doch das stört kaum jemanden der acht Theaterschaffenden, die sich anlässlich des zehnjährigen Jubiläums der letzten gemeinsamen Produktion im "Talk House" treffen. Jeder weiß von diesem Regierungsprogramm und ist irgendwie darin involviert. Nein, besser war die Vergangenheit nur insofern, weil man da noch "richtiges" Theater spielte, weil es da Theater überhaupt noch gab, während inzwischen nur noch Serien produziert werden. Von was für einem Theater ist da die Rede, das sich so leicht abschaffen ließ? Früher war alles besser?

Der amerikanische Schauspieler und Dramatiker Wallace Shawn hat eine tiefdunkle, durchaus selbstironische Komödie geschrieben über die Verrohung einer moralisch bankrotten Kultur-Schickeria, die in demselben Atemzug und Plauderton über gepflegte Unterhaltung spricht, über den neusten Klatsch und Tratsch der Kulturszene wie über das Töten von Menschen im Namen der Sicherung freiheitlicher Werte. Was ist hier schief gelaufen?

Besetzung & Regieteam

  • Regie: Johanna Wehner
  • Bühne: Volker Hintermeier
  • Kostüme: Ellen Hofmann
  • Dramaturgie: Henrieke Beuthner
  • Musik: Joachim Schönecker
 

Gazettengeraune

3 Pressestimmen

"Die Inszenierung von Johanna Wehner verlässt sich auf ein starkes Ensemble und genau gezeichnete Psychogramme."

Frankfurter Allgemeine Zeitung

"Ein dichtes, doppelbödiges Konversationsstück."

Berliner Zeitung

"Wehner und die alle auf sonst fremdem Boulevard-Terrain sehr sicheren Schauspieler machen daraus eine plastische Miniatur von einem sehr nahe wirkenden Ende der Humanität."

Süddeutsche Zeitung

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