Die Möglichkeit einer Insel

nach Michel Houellebecq
Sa 26.10.
19:30 Uhr
  • with English surtitles
So 27.10.
18:00 Uhr
  • 17.30 Uhr Einführung im Großen Salon
Mi 13.11.
19:30 Uhr
  • 19.00 Uhr Einführung im Großen Salon, anschl. Publikumsgespräch mit Robert Borgmann u.a.
Do 14.11.
19:30 Uhr
  • with English surtitles
Großes Haus
2 Std 40 Min
1 Pause
Premiere
#BEinsel

Fünftes Jahrtausend: Unsere Erde ist infolge von Kriegen, Atomexplosionen und einer verschobenen Erdachse klimatisch und geologisch mutiert. Die Meere sind bis auf kümmerliche Reste von Wasser verschwunden. Zwei Menschenarten existieren noch: die Wilden, die vorzivilisatorisch in Ruinen des 21. Jahrhunderts vor sich hin vegetieren, und die Neo-Menschen, die isoliert in autarken Hightech-Stationen leben. Der Neo-Mensch, aus gentechnischen Experimenten einer religiösen Sekte entstanden, deckt seinen Energiebedarf durch Fotosynthese. Gefühle wie Liebe oder Hass sind ihm fremd, er kommuniziert virtuell und verfügt über keinerlei körperliche Kontakte. Wenn ein Neo-Mensch stirbt, wird zeitgleich in Central City anhand des gespeicherten genetischen Codes eine 18-jährige Kopie  erzeugt und so der Tod nivelliert. Der Erzähler Daniel, ein tieftrauriger Komiker, blickt – bereits zum 24. Mal geklont – zurück auf unsere untergegangene Welt.

"Die Möglichkeit einer Insel" ist nicht nur Science-Fiction, sondern auch ein Roman über die gnadenlose Angst vor dem  Altern in einer Gesellschaft, in welcher das letzte Tabu die  Unumkehrbarkeit der Vergänglichkeit ist. Der Abgrund zwischen dem obsessiven Jugendkult einer überalterten Gesellschaft und der Sehnsucht nach bedingungsloser Liebe lässt sich nicht mehr überbrücken, die Insel des Glücks bleibt Fiktion.             

 

Pressestimmen

4 Pressestimmen

"Es ist eine der vielen irrlichternden Kippszenen, die Regisseur Robert Borgmann an diesem erstaunlichen Houellebecq-Abend mit erfreulich weitmaschiger Texttreue im Berliner Ensemble ganz in die Mitte stellt."

Berliner Zeitung

"Borgmann klebt nicht an der Vorlage, versucht sie eher in Bilder und Stimmungen zu übersetzen. Mit einem grandiosen Ensemble, das den Abend durchaus sehenswert macht."

Berliner Morgenpost

"Robert Borgmanns Inszenierung findet in vielen kleinen Szenen eine Deutlichkeit, ohne die Romanvorlage einfach nur nachzuerzählen."

Nachtkritik

"Was ist Glück, Völlerei oder Leere?, fragt Houellebecq in diesen Perspektivwechseln mal naiv, mal zynisch. Borgmann kondensiert etwas Intelligenteres daraus und fragt mit allen Mitteln der Bühnenkunst: Was wird uns als Glück verkauft? Was sehen wir, was wollen wir sehen?"

Berliner Zeitung
 

"Die Möglichkeit einer Insel" entsteht im Rahmen der Exzellenzreihe, gefördert durch die

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