Glücklich die Glücklichen

Von Yasmina Reza

Aus dem Französischen von Frank Heibert und Hinrich Schmidt-Henkel für die Bühne bearbeitet von Oliver Reese
Bertolt-Brecht-Platz 1
10117 Berlin
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Hand aufs Herz: Sind Sie wirklich glücklich? Mit ihrer Ehe? Ihren Liebhabern? Den Menschen, mit denen Sie so tagtäglich ihr Leben verbringen? Und wenn nicht: Würden Sie es zugeben? Yasmina Rezas Roman über das Pariser Bürgertum ist ein präzises, bitterkomisches Panorama der Liebes- und Ehegeschichten, der Sehnsüchte und Gehässigkeiten derer, die stets Erwartungen mit Sehnsüchten verwechseln. Denn was heißt das schon, "glücklich sein"?

Kennen Sie diesen Moment, wenn Ihnen plötzlich – an der Käsetheke im Supermarkt oder bei einer ganz zufälligen Begegnung mit einem alten Schulfreund in der Straßenbahn – der Gedanke kommt, dass Sie falsch sind in Ihrem Leben? Dass Sie irgendwo mit irgendwem falsch abgebogen sind? Dass der Mann, der Nacht für Nacht neben Ihnen schläft, vielleicht nicht der Richtige für Sie ist? Und: Würden Sie es zugeben? Und: Kennen Sie das, wenn Sie dann das Licht auf dem Nachttisch einfach ausknipsen und am nächsten Morgen weitermachen, als wäre nichts gewesen?
Yasmina Rezas Roman "Glücklich die Glücklichen" seziert mit viel Humor die Beziehungen des Pariser Bürgertums mit ihren alltäglichen Zumutungen und Gehässigkeiten und beobachtet sehr genau das sogenannte "gute Leben" derer, die so schlecht zwischen Erwartungen und Sehnsüchten unterscheiden können und sich deshalb immer für das Sicherere entscheiden. Denn was heißt das schon, "glücklich sein"?  

Yasmina Reza, 1959 in Paris geboren, beschäftigt sich seit über 30 Jahren in Romanen und Bühnenstücken mit den Abgründen der bürgerlichen Gesellschaft. Mit "Kunst" wurde sie zur meistgespielten Dramatikerin ihrer Generation. "Der Gott des Gemetzels" erschien in über vierzig Sprachen und wurde von Roman Polanski verfilmt. Am Berliner Ensemble inszeniert Regisseur und Intendant Oliver Reese nun die deutschsprachige Erstaufführung ihres Romans "Glücklich die Glücklichen". 

Pressestimmen

"Eine grandiose Nummernrevue des Scheiterns: Oliver Reese adaptiert Yasmina Rezas Roman 'Glücklich die Glücklichen' am Berliner Ensemble als sensiblen Stoff zum Nachfühlen."

Frankfurter Allgemeine Zeitung

"Man erkennt sich in diesen Menschen wieder. Man sieht: Glück ist etwas Flüchtiges und oft erst in der Rückschau erkennbar. Es kann ein liebevoller Halbsatz beim Schlafengehen sein, das Lächeln eines Fremden im Fahrstuhl oder ein Lied im Radio. Manchmal ist es auch ein schöner Theaterabend wie dieser."

Berliner Morgenpost

"Natürlich lebt die Inszenierung von ihrem grandiosen Ensemble, allen voran Cordelia Wege. Und man kann sich mit der Verzweiflung der Menschen zwischen ihrer Vorstellung von Glück und ihrem Beziehungsalltag durchaus selbst befragen."

rbb24

"Es ist die Stärke der Yasmina Reza, dass sie nicht urteilt. Es gibt keine Moral, und ihre Sprache ist, selten genug im zeitgenössischen Theater, alltagstauglich und literarisch zugleich."

Tagesspiegel

"Die großartigen Schauspieler Amelie Willberg, Martin Rentzsch, Cordelia Wege, Oliver Kraushaar und Gerrit Jansen füllen die Monologe mit so viel Leben, dass es eine Freude ist, ihnen zu folgen. Nie entsteht ein Moment der Langeweile."

B.Z.

"Die Szenen bleiben Momentaufnahmen, alle Konzentration liegt auf der solistischen Ausgestaltung. Die Bühne ist dicht an die Zuschauertribüne gerückt, man ist nah dran an den fünf Schauspieler:innen und ihrem allerfeinsten körpersprachlichen Spiel, das wie unter der Lupe steht."

nachtkritik.de

"Oliver Reese ist eine Inszenierung gelungen, die Yasmina Rezas Roman und dem Theater als Erkenntnisform der Wahrheit herzergreifend gerecht wird. Am Berliner Ensemble fängt die Saison gut an!"

Frankfurter Allgemeine Zeitung

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