Krieg

von Rainald Goetz

Etwas Geduld

Weitere Termine folgen bald.

Großes Haus
4 Std 15 Min
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Premiere
#BEkrieg

Rainald Goetz beschreibt unsere moderne Gesellschaft, wie kein anderer deutscher Dramatiker. Der studierte Arzt und Historiker hatte sich einst mit einer Performance in die Köpfe einer ganzen Generation gebrannt: 1983 ritzte er sich beim Ingeborg-Bachmann-Wettbewerb mit einer Rasierklinge in die Stirn, um sein literarisches Manifest "Subito" mit einem ihm eigenen "Wumms" zu gestalten. Er schreibt in den verschiedensten Medien und Formaten und scheint selbst durch seine Mehrfachbegabungen kaum fassbar. Rainald Goetz: Ein Tausendsassa!

Dieser trifft nun auf die andere Mehrfachbegabung: Robert Borgmann, der 1980 in Erfurt geboren wurde und Philosophie und Germanistik in Köln sowie Bildende Kunst in London studierte, bevor er ein Regiestudium in Berlin absolvierte und zahlreiche Inszenierungen unter anderem am dortigen Deutschen Theater, in Zürich, Leipzig und in Wien zeigte. Robert Borgmann wird Rainald Goetz’ Text "Krieg" – der aus den drei Teilen "Heiliger Krieg", "Schlachten" und "Kolik" besteht – inszenieren und die Bühne dafür entwerfen.

"Krieg" umfasst also drei Theaterstücke, die bei Goetz so beschrieben werden: "Krieg als Festungskrieg in Aktion ist Heiliger Krieg: Welt, Revolution, Bier. Der Kampf geht weiter. Krieg in der Nacht ist Schlachten: Familie, Kunst, Haß. Der Kampf hält an. Krieg zum Schluss heißt schließlich und endlich hier Traktat Gegen Den Widerstand Des Materials Ergibt Weder Material Noch Widerstand Sondern Summa Summarum Traktat Genannt von Herzen Kolik: Ich, Wort, Tod."

 

Ich, Wort, Tod.

Rainald Goetz
 

Gazettengeraune

"Allein der Schauspieler wegen muss man ja zurzeit ins Berliner Ensemble gehen. Der neue Intendant Oliver Reese hat dort ein Ensemble versammelt, das zu den besten des Landes gehört."

Süddeutsche Zeitung

"Je spä­ter der Abend, des­to prä­gnan­ter die äs­the­ti­schen Mit­tel, die Ro­bert Borg­mann ein­setzt, um den sich ra­di­kal ver­en­gen­den Text­fluss zu ge­stal­ten. Ge­ra­de­zu lie­be­voll hält er sich an die Vor­la­ge und hat das be­geis­tern­de En­sem­ble of­fen­bar von de­ren Wert und Wich­tig­keit über­zeu­gen kön­nen."

Frankfurter Allgemeine Zeitung

"Dass 'Krieg' indes bei aller Sperrigkeit kein Text gegen, sondern für die Bühne ist, das zeigt in Borgmanns Inszenierung ein Haus-Ensemble, wie es derzeit wohl außer Konkurrenz sein dürfte."

Nachtkritik

"'Heiliger Krieg' ist ein wortfetzerisches, durchaus clowneskes Nummernprogramm, in dem sich brachialer Saufhumor, Bürgerverzweiflung, depressive Klagen und Kunstanrufungen gut aneinander fügen – und von dem Ensemble auf das Herrlichste ausgespielt werden. Eine Wonne, Annika Meier, Aljoscha Stadelmann und Stefanie Reinsperger beim sauberen Austoben zuzusehen, auch die eher aufs Tragisch-Manierliche Fach geeichten Heldenmimen Constanze Becker und Ingo Hülsmann haben furchtlos frohe Momente."

Berliner Zeitung

"Robert Borgmann gelingt am Berliner Ensemble nicht weniger als die umwerfende Wiederentdeckung und Neu-Lektüre eines monströsen Textes."

Tip Berlin

"Schauspieler als Amokläufer im Teufelsmenschenkreis. Überragend, alle."

Neues Deutschland

"Wahre Kraftakte sind hier zu erleben, bei Ingo Hülsmann zum Beispiel, bei Annika Meier, bei Constanze Becker, die im Leder-Look unter einem sich jetzt tief von der Decke gesenkten Neon-Achteck mit kreisendem Zeiger schmerzenswund von Arbeit und kreischenden Maschinen spricht. Und natürlich bei Stefanie Reins­perger, die sich innerlich wie äußerlich entblößt."

Berliner Morgenpost