Baal

von Bertolt Brecht
Fr 06.09.
19:30 Uhr
  • anschließend Premierenfeier
Sa 07.09.
19:30 Uhr
Fr 20.09.
19:30 Uhr
  • with English surtitles
Sa 21.09.
19:30 Uhr
Sa 12.10.
19:30 Uhr
Coming Soon
  • 19.00 Uhr Einführung im Großen Salon, anschl. Publikumsgespräch
So 13.10.
19:30 Uhr
Coming Soon
  • with English surtitles
Großes Haus
Premiere
#BEbaal

Bertolt Brechts expressive Bühnenballade "Baal", benannt nach dem syrischen Fruchtbarkeitsgott, dessen Abbild in der Augsburger Dachkammer des frühreifen Stückeschreibers über dem Bett hing, erzählt vom Leben eines Künstlers – irrlichternd zwischen Genie und Wahnsinn. Von panischem Glücksverlangen besessen lebt Baal ein Leben, ganz im Zeichen der Kunst, das zwischen Rausch und Absturz wenig (Zwischen-)Menschlichem Raum lässt. Verhalten und Lebensweg Baals verstoßen gegen die moralischen und sozialen Normen seiner Zeit – und nicht nur dieser.

Die Figur Baal kann sinnbildlich für eine Gesellschaft gelesen werden, in der die Bedeutung des Individuums den Wert der Gemeinschaft gesprengt hat und Solidarität nur noch ein lästiges Schlagwort alter Tage ist.

"Die Lebenskunst Baals", erläutert Brecht 1954, "teilt das Geschick aller anderen Künste im Kapitalismus: sie wird befehdet. Er ist asozial, aber in einer asozialen Gesellschaft."

Heutzutage stellt sich die Frage nach dem kleinsten gemeinsamen Nenner zwischen Menschen neu. Die Frage nach Respekt und Solidarität, nach der Möglichkeit und Notwendigkeit einer Begegnung auf Augenhöhe von Mensch zu Mensch. Eine Frage, mit der sich Regisseur Ersan Mondtag in seiner Auseinandersetzung mit dem Stoff konfrontieren will. Mit seiner Interpretation des Stoffes wirft er  außerdem einen kritischen Blick auf Geniekult und männliche Allmachtsfantasien.

Besetzung & Regieteam

Mit freundlicher Unterstützung durch die